Am 32. Dezember ist es zu spät!

Am 31.Dezember 2020, also in 28 Tagen, endet die Übergangsfrist, das Vereinigte Königreich (ausgenommen Nordirland), scheidet endgültig aus dem EU Binnenmarkt.

Unabhängig ob „Deal or No Deal“, mit 01. Januar 2021 bestehen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union Zollschranken.

Egal ob aufgrund eines FTA zollfreie Einfuhren von EU Ursprungswaren in das Vereinigte Königreich erfolgen können oder Regelzölle zu bezahlen sind, fix ist, dass innergemeinschaftliche Warenlieferungen von und nach dem Vereinigten Königreich am 31. Dezember 2020 enden werden. Abgesehen von im Austrittsvertrag geregelten Ausnahmen, wie: „Die Waren werden vor dem 31. Dezember 2020 versendet und gelangen nach dem 01. Januar 2021 in das Zollgebiet der anderen Region“, sind mit 01.Januar 2021 Zollanmeldungen abzugeben.

Es gibt ab diesem Zeitpunkt keine innergemeinschaftliche Lieferung, es gibt kein Dreiecksgeschäft, die bisher geltenden Umsatzsteuervorschriften sind Geschichte, auch gibt es beim Ausgang von Waren aus der EU keine Zusammenfassende Meldung und keine Intrastat-Ausgangsmeldung.

Waren müssen aus dem Zollgebiet der Union ausgeführt werden. Es müssen Zollanmeldungen abgegeben und außenwirtschaftsrechtliche, phytosanitäre und gesundheitsrechtliche Vorschriften (Dual use, VuB, ISMP 15 ..) beachtet und kontrolliert werden. Anstelle der CE Kennzeichnung ist im Vereinigten Königreich künftighin die UKCA Kennzeichnung zu beachten (Übergangsfrist).

Im Vereinigten Königreich sind die Waren (i.d.R.) zum zollrechtlich freien Verkehr anzumelden. Während einer Übergangsfrist von 6 Monaten wird es für nicht kontrollpflichtige Unionswaren Vereinfachungen (EIDR) geben.

In der Supply chain wird man sich die Frage stellen müssen, ob Veredelungsverkehre sinnvoll sind? Auch wird man sich überlegen müssen, in die EU verbrachte Nicht-Unionswaren, die für das Vereinigte Königreich bestimmt sind, vorübergehend zu verwahren oder sie zollhängig zum Zwecke üblicher Lagerbehandlungen zu lagen? 

Lieferantenerklärungen für UK Kunden oder von UK Lieferanten werden mit 01. Januar 2021 ungültig.

Kommt es in den verbleibenden 28 Tagen doch noch zum Deal, werden sich EU Unternehmer noch rasch um Lieferantenerklärungen in Bezug auf den Warenverkehr mit dem Vereinigten Königreich bemühen müssen, um auf der Insel Waren zollfrei einführen zu können.

Die Weihnachtsferien stehen vor der Tür, Lieferantenerklärungen werden in der verbleibenden Zeit kaum so kurzfristig zu beschaffen sein? Es fehlt also an den notwendigen Nachweisen, um den präferenziellen Ursprung zu bescheinigen! Die Waren müssen aber raus!

Was kann man tun? Kann der Zoll erstattet werden? Hilft die vereinfachte EIDR Anmeldung, die es erlaubt, eine ergänzende Zollanmeldung bis zu 6 Monaten später beim HMRC abzugeben?

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